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Archiv - Steuertipps 2009

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2009 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Auch mit 45 Jahren noch außergewöhnliche Belastung...

Datum: 28.10.2009 | Rubrik: Künstliche Befruchtung
Der Aufwand für eine künstliche Befruchtung kann auch dann als außergewöhnliche Belastung abgezogen werden, wenn die Erfolgsaussichten bei einer 45 Jahre alten Ehefrau eher gering sind und die Krankenkasse die Kosten deshalb nicht mehr erstattet. Denn nach einem Urteil des Finanzgerichts München kann dem Paar nicht zugemutet werden, der Kasse eine individuell höhere Erfolgsquote durch ein Sachverständigengutachten nachzuweisen. Denn das zieht aufgrund des äußerst ungewissen Ergebnisses eines solchen Gutachtens und der damit verbundenen erheblichen förmlichen Anstrengungen noch weitere Kosten nach sich (Az. 10 K 2156/08).

Im Urteilsfall kam es beim Ehemann zu einer Verminderung der Spermienbeweglichkeit (Asthenozoospermie), was allein auf der körperlich bedingten Ursache beruht, auf natürlichem Wege Kinder zu zeugen. Maßnahmen zur Behebung der Empfängnisunfähigkeit fallen unter die Krankheitskosten, die vom Finanzamt als außergewöhnliche Belastung anerkannt werden, sofern es sich um eine angemessene und notwendige Heilbehandlung handelt, die mit den Richtlinien der Berufsordnungen für Ärzte in Einklang steht.

Auch wenn seine Ehefrau schon 45 Jahre alt war und das Paar bereits ein Kind aus einer künstlichen Befruchtung hat, kann die Störung nicht als unbeachtlich und daher steuerlich irrelevant eingestuft werden. Denn es kann nach Ansicht der Richter nicht davon ausgegangen werden, dass eine Schwangerschaft in diesem Alter keine gesellschaftliche Akzeptanz mehr finden würde. Zudem kann der Wunsch nach einem weiteren Kind erneut den Bedarf auslösen, die gestörten Körperfunktionen durch medizinische Maßnahmen zu ersetzen.

Eine solche Injektion der Spermien ist eine insgesamt auf das Krankheitsbild abgestimmte Heilbehandlung, die darauf gerichtet ist, die Unfruchtbarkeit des Mannes zu lindern. Die Kosten sind zwangsläufig, sodass es keines vor Behandlungsbeginn eingeholten amts- oder vertrauensärztlichen Gutachtens bedarf, aus dem sich die medizinische Notwendigkeit der betreffenden Maßnahme klar ergibt.

Hinweis: Private Krankenversicherungen erstatten die Kosten der künstlichen Befruchtung nur, wenn eine Erfolgswahrscheinlichkeit von mindestens 15 Prozent pro Embryonentransfer vorhanden ist. Die statistische Erfolgsquote bei der Frau im Alter von 44/45 Jahren liegt aber nur noch bei acht Prozent.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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