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Archiv - Steuertipps 2009

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2009 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Zu schnelle Hausrenovierung verhindert den Abzug...

Datum: 21.10.2009 | Rubrik: Werbungskosten
Führt der Hausbesitzer Renovierungs- und Instandsetzungsarbeiten noch während der Zeit der Selbstnutzung durch, kann er keine vorweggenommenen Werbungskosten geltend machen, auch wenn diese Maßnahme in Hinblick auf die geplante spätere Vermietung erfolgt. Der Aufwand gehört nach dem Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) selbst dann in den Privatbereich, wenn die vorzeitigen Reparaturen gezielt wegen der reibungsloseren späteren Vermietung im Anschluss an die Eigennutzung erfolgt sind (Az. IX R 51/08). Im Urteilsfall wurde die Heizungsanlage durch Einbau eines neuen Kessels erneuert, was die Wohnung aufwerten sollte. Gleichzeitig wurde ein Einfamilienhaus bebaut, in das nach der Fertigstellung umgezogen werden sollte. Diese Argumente reichen nicht aus, um den Zusammenhang zwischen Kosten und Einkünften herzustellen.

Werbungskosten sind Aufwendungen zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung der Einnahmen, wenn sie durch die Vermietung veranlasst sind. Fallen sie schon an, bevor mit dem Aufwand zusammenhängende Einnahmen erzielt werden, können sie berücksichtigt werden, wenn ein ausreichend bestimmter wirtschaftlicher Zusammenhang zwischen den Arbeiten und der Einkunftsart besteht. Sind die Aufwendungen hingegen daneben auch durch die private Lebensführung veranlasst, können sie insgesamt nicht als Werbungskosten abgezogen werden. Vor diesem Hintergrund sind nach Auffassung des BFH zwei Fälle zu unterscheiden:
  • Werden Renovierungs- oder Instandsetzungsarbeiten während der Vermietungszeit ausgeführt, dienen sie noch der Einkünfteerzielung und die dadurch entstandenen Aufwendungen sind unabhängig vom Zahlungszeitpunkt grundsätzlich als Werbungskosten zu berücksichtigen.
  • Dagegen sind die Aufwendungen nicht abzugsfähig, wenn die Reparatur während der Zeit der Selbstnutzung durchgeführt wird. Dabei kommt es nicht darauf an, ob und inwieweit die Erhaltungsmaßnahmen auch der anderen Nutzungsart zugute kommen sollen.
Nach diesen Grundsätzen ist die Erneuerung der Heizungsanlage der steuerlich irrelevanten Eigennutzung zuzuordnen. Allein entscheidend ist, dass der Hausbesitzer den Heizkessel zu einer Zeit einbauen ließ, in der er selbst noch in der Wohnung lebte.

Tipp: Aufgrund des Urteilstenors ist es ratsam, die entsprechenden Arbeiten erst dann in Auftrag zu geben, wenn der Auszug unmittelbar bevorsteht. Dann ist der Zusammenhang mit den künftigen Mieteinkünften hergestellt und der Ansatz von Werbungskosten selbst dann gerettet, wenn noch keine Mieter gefunden worden sind.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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Fr., 24. November 2017

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