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Archiv - Steuertipps 2009

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2009 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Keine Stundung für die Freiberufler-GmbH...

Datum: 20.10.2009 | Rubrik: Umsatzsteuer
Angehöriger eines freien Berufes dürfen auf Antrag die Umsatzbesteuerung nach vereinnahmten Entgelten nutzen. Bei dieser so genannten Ist-Versteuerung muss die Steuer nicht schon direkt im Leistungszeitpunkt, sondern erst bei Zahlung durch den Kunden ans Finanzamt abgeführt werden. Dieses Privileg darf eine Freiberuflergesellschaft in der Rechtsform einer GmbH nicht nutzten. Denn nach dem Urteil vom Finanzgericht Düsseldorf ist eine GmbH als Kapitalgesellschaft kein Angehöriger eines freien Berufs. Sie übt ihre Tätigkeit vielmehr stets und in vollem Umfang als Gewerbebetrieb aus (Az. 5 K 1105/05 U).

Sie muss die Umsatzsteuer nach vereinbarten Entgelten, der sog. Ist-Versteuerung berechnen. Hierbei erfolgt die Abgabe an den Fiskus schon direkt im Leistungszeitpunkt und unabhängig von der späteren Zahlung. Das verstößt nach Ansicht der Richter auch nicht gegen die Verfassung oder das Gebot der Gleichbehandlung. Zwar führt die Ist-Versteuerung in der Regel zu Liquiditätsvorteilen bei einem Freiberufler gegenüber einer GmbH, die diese Option nicht nutzen darf.

Diese in der Praxis mögliche Ungleichbehandlung lässt sich aber dadurch rechtfertigen, dass Freiberufler wie Ärzte, Architekten oder Anwälte keine Bilanzierungspflicht haben und ihren Gewinn durch die einfache Einnahmen-Überschuss-Rechnung ermitteln. Hiernach sind Einnahmen nach dem Zahlungstermin aufzeichnen, also wie bei der Ist-Umsatzbesteuerung. Daher sollen sie nicht gezwungen werden, extra nur für umsatzsteuerliche Zwecke auch noch die Ist- in Solleinnahmen umzurechnen. Die Freiberufler-GmbH hingegen ist ohnehin zur Buchführung und Bilanzaufstellung verpflichtet, daher zeichnet sie die Solleinnahmen sowieso schon auf und kann dies automatisch auf die Berechnung der Umsatzsteuer anwenden.

Der große Vorteil der Ist-Versteuerung ist, dass sich diese Ausnahmeregelung für Unternehmer schonend auf die Liquiditätslage auswirkt. Sie leiten die Umsatzsteuer erst bei Zahlung durch ihre Kunden ans Finanzamt weiter, dürfen im Gegenzug aber die Vorsteuer bereits bei Vorlage der Rechnung geltend machen.

Für einen Wechsel von den regulären Soll- auf die besondere Ist-Besteuerung müssen Unternehmer beim Finanzamt einen Antrag stellen. Der ist an keine Frist gebunden. Dem entspricht die Behörde in der Regel. Eine Ausnahme gibt es in der Praxis meist nur, wenn der Steueranspruch durch die Steuerstundung gefährdet erscheint.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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