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Archiv - Steuertipps 2009

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2009 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Baumaßnahme des Nachkommen wird nicht mehr besteuert...

Datum: 25.08.2009 | Rubrik: Erbschaft
Macht der Nachkomme im Vorgriff auf die erwartete Erbschaft bereits umfangreiche Baumaßnahmen an der Immobilie, die er später einmal erhalten soll, muss er diesen Wertzuwachs später nicht der Erbschaftsteuer unterwerfen. Dies hatte jüngst der Bundesfinanzhof entschieden (Az. II R 38/07). Das Finanzamt berechnet also die Erbschaftsteuer nicht vom modernisierten Haus, sondern von der Ausstattung vor der Baumaßnahme.

Sofern ein solcher Vorgang jedoch im Rahmen einer Schenkung erfolgt, wurde bislang anders gerechnet. Hier stellten die selbst bezahlten Mittel für die Baumaßnahme eine Gegenleistung an den Ex-Besitzer dar, sodass es zu einer so genannten gemischten Schenkung kam. Dies wird dann so behandelt, als hätte der neue Hausbesitzer dem Schenker für die übertragene Wohnung etwas bezahlt. Dieser Wert sollte sich aus dem Aufwendungsersatzanspruch ergeben, auf den der Begünstigte nunmehr verzichtet hat. Das führte nicht nur zu einer höheren Bemessungsgrundlage für die Schenkungsteuer, sondern konnte sogar ein Spekulationsgeschäft auslösen.

Die Finanzverwaltung lenkt nun ein und behandelt die Schenkung jetzt genauso wie den Erbfall. Die Finanzbehörde Hamburg weist aktuell in einem bundesweit abgestimmten Erlass darauf hin, dass an der bisher anderslautenden Auffassung der Finanzverwaltung in allen offenen Fällen nicht mehr festgehalten wird (Az. 53 S 3806-003/09). Tätigt der Nachkomme also im Vorgriff auf die erwartete Schenkung bereits umfangreiche Baumaßnahmen an der Immobilie, muss er diesen Wertzuwachs nicht mehr der Steuer unterwerfen. Wertsteigernde Aufwendungen des Begünstigten gehören ab sofort nicht mehr zur steuerlichen Bereicherung. Damit kommt es beim Fiskus zu einem Gleichklang zwischen Erbschaft und Schenkung.

Bemessungsgrundlage ist also in beiden Fällen nicht die modernisierte oder frisch erbaute Immobilie, sondern der Wert vor Beginn der Bau- oder Renovierungsmaßnahmen. Hat der Begünstigte beispielsweise auf dem unbebauten Grundstück der Eltern ein Gebäude errichtet, erhält er steuerlich gesehen später lediglich den nackten Grund und Boden. Der hierfür maßgebende Bodenrichtwert wird allerdings nicht mit dem ehemaligen Preis vor Beginn der Bauarbeiten, sondern dem aktuellen Wert im Zeitpunkt der Erbschaft oder Schenkung angesetzt.

Diese Neuregelung abweichend von den bisherigen Erbschaftsteuerrichtlinien folgt dem Grundprinzip, dass die Erbschaftsteuer als Bereicherung nur den Nettobetrag erfassen darf.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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