Home Kontakt Impressum Datenschutz Email
Die höchste deutsche Instanz in Rechtsfragen ist der Ansicht:
"Wer die Pflicht hat, Steuern zu zahlen,
hat auch das Recht, Steuern zu sparen!" (BGH, 1965)
 
signierte Kommunikation

Schützen auch Sie Ihre (Steuer)Daten vor unbefugten Zugriff Dritter!

Newsticker

Terminkalender

November 2017
Mo Di Mi Do Fr Sa So
    1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30
 
Keine Termine und/oder Feiertage vorhanden...

Archiv - Steuertipps 2009

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2009 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Irrtümlich fehlendes Testament zählt nicht...

Datum: 19.08.2009 | Rubrik: Erbschaft
Sollte nach dem Willen des Verstorbenen jemand alleiniger Erbe sein, wurde aber kein Testament verfasst, weil es diese Person irrtümlich für seinen gesetzlichen Erben hielt, so müssen die tatsächlich eingesetzten Erben alles versteuern. Das gilt nach einem Urteil des Finanzgerichts Sachsen-Anhalt selbst dann, wenn diese ihren Erbanteil in voller Höhe freiwillig dem eigentlich Begünstigten weiterreichen. Dies kann nicht als formunwirksame letztwillige Verfügung des Erblassers gewertet werden, so die Richter (Az. 2 K 269/07).

Nach dem Gesetz ist eine Steuer nur dann nicht festzusetzen, soweit der Rechtsnachfolger Verfügungen aufgrund eines formunwirksamen Testaments erfüllt hätte. Daran fehlt es jedoch, wenn überhaupt keine Verfügung von Todes wegen vorliegt. In einem solchen Fall könnte jedoch ein Erlass der festgesetzten Erbschaftsteuer aus Billigkeitsgründen in Betracht kommen. Dies ist zu erwägen, wenn alle Familienangehörigen davon ausgegangen waren, dass die nicht gesetzliche Erbin später einmal ohnehin alles bekommen würde. Denn ohne diese irrtümliche Annahme hätten sie den Erblasser darauf aufmerksam gemacht, dass ein Testament notwendig ist. Tenor des Gerichts: Ein Erlass der Erbschaftsteuer könnte das über alle Maßen anständige Verhalten honorieren, für das es keine rechtliche Verpflichtung gab.

Liegt hingegen ein Testament vor, muss es nicht unbedingt mit seinem gesamten Inhalt für das Finanzamt maßgebend sein. Nach einem Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) darf die steuerliche Anerkennung von abweichenden Regelungen nämlich nicht an der Missachtung der hierzu notwendigen Formvorschriften nach dem BGB scheitern (Az. XI R 18/06). Damit können auch vom Verstorbenen außerhalb des Testaments geäußerte Nachlassregelungen gelten, obwohl die rein formal betrachtet den gesetzlichen Anforderungen nicht genügen.

Das kommt beispielsweise in Betracht, wenn der Erblasser zu Lebzeiten nur mündlich ein Vermächtnis für eine Person angeordnet, die einen Geldbetrag oder eine teure Kunstsammlung erhalten sollte. Auch wenn das nicht im Testament steht, kann das steuerlich berücksichtigt werden. Damit diese vom Testament abweichenden Regelungen beim letzten Willen auch vom Finanzamt anerkannt werden, sind jedoch zwei Voraussetzungen zu erfüllen.
  1. Es muss eindeutig feststehen, dass es sich um eine gewollte Anordnung des Erblassers handelt.
  2. Die tatsächlichen Erben müssen dem Begünstigten das ihm zugedachte Vermögen auch entsprechend übertragen.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
Datensätze: 243 | Seite: 153 von 243
« zurück 150 151 152 153 154 155 156 » weiter
Di., 21. November 2017

Infopool dieser Seite

Keine Informationen zu dieser Seite vorhanden!

Lohnsteuerhilfe für Mitglieder

SteuerTicker

Für das Steuerjahr 2017 existieren noch keine Steuertipps.
 
Fragen zur Einkommensteuer, Einkommensteuerhilfe
 
 

Wussten Sie, dass...

... nach Angaben des Bundesrechnungshofes, jeder zweite Steuerbescheid fehlerhaft ist!
 

Social Bookmarks