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Archiv - Steuertipps 2009

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2009 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Kein Freiberufler...

Datum: 23.01.2009 | Rubrik: Promotionsberater
Wer als Promotionsberater tätig ist, also anderen dabei hilft zu promovieren, ist kein Freiberufler, sondern ein Gewerbetreibender. Promotionsberater müssen also Gewerbesteuer zahlen. Dies hat der Bundesfinanzhof (BFH) entschieden.

Der Kläger hatte Volkswirtschaftslehre studiert und war danach promoviert worden. Er betrieb ein Unternehmen, dessen Zweck darin bestand, akademisch vorgebildeten Berufstätigen zu einem Doktortitel zu verhelfen. Der Kläger beschäftigte dazu mehrere Wissenschaftler als freie Mitarbeiter. Seine Tätigkeit bestand darin, aufgrund von Gesprächen mit den Klienten und anhand der Lebensläufe eine «Begabungsanalyse» zu erstellen, ein geeignetes Dissertationsthema zu finden sowie die Klienten an einen Doktorvater zu vermitteln. Außerdem wies er seine Kunden in die wissenschaftliche Methodik ein und unterstützte sie durch begleitende Literaturrecherchen. Das Finanzamt beurteilte diese Tätigkeit als gewerblich. Das Finanzgericht stimmte dem zu und wurde darin jetzt vom BFH bestätigt.

Er verwies dabei auf § 18 des Einkommensteuergesetzes (EStG), in dem geregelt sei, was unter eine freiberufliche Tätigkeit falle. Danach sei zwar auch die selbstständig ausgeübte wissenschaftliche Tätigkeit freiberuflich. Hierunter falle die Tätigkeit des Klägers aber nicht. Denn in den meisten Beratungsfällen habe diese sich auf das Finden eines Doktorvaters und eines Dissertationsthemas beschränkt. Nur ausnahmsweise habe der Kläger die Betreuung des Promovenden fortgeführt, wenn sich herausgestellt habe, dass der Doktorvater die Dissertation nicht in dem erforderlichen Umfang betreut habe. Der BFH sprach den Leistungen des Klägers deshalb ab, einen solchen Schwierigkeitsgrad und solche Gestaltungshöhe erreicht zu haben, wie ihn wissenschaftliche Arbeiten aufwiesen. Es habe sich vielmehr nur um wissenschaftsbegleitende Vorbereitungsmaßnahmen gehandelt. Die eigentliche wissenschaftliche Arbeit habe nicht der Kläger, sondern der jeweilige Promovend erbracht.

Bundesfinanzhof, Urteil vom 08.10.2008, VIII R 74/05
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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