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Archiv - Steuertipps 2009

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2009 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Für Legasthenie ist ein Attest notwendig...

Datum: 29.07.2009 | Rubrik: Außergewöhnliche Belastung
Muss ein Kind wegen der Beeinträchtigung seiner Lese- und Rechtschreibfähigkeit (LSR) behandelt werden, können die Aufwendungen als Krankheitskosten außergewöhnliche Belastungen darstellen. Damit der Abzug bei der Einkommensteuer gelingt, müssen die Eltern des Nachwuchses allerdings ein vor der Behandlung ausgestelltes amts- oder vertrauensärztliches Gutachten einholen. Maßnahmen gegen LSR dienen ihrer Art. nach nicht eindeutig und unmittelbar immer nur der Heilung oder Linderung einer Krankheit. Da deren medizinische Indikation deshalb schwer zu beurteilen ist, verlangt der Fiskus grundsätzlich ein Attest, aus dem sich die medizinische Notwendigkeit der betreffenden Maßnahme klar ergibt.

Diese allgemeine Nachweispflicht bestätigt jetzt das Finanzgericht Baden-Württemberg ausdrücklich für die Behandlung eines Kindes, dessen LSR beeinträchtigt ist (Az. 3 K 159/07). Legasthenie kann als außergewöhnliche Belastung nur berücksichtigt werden, wenn sie im konkreten Fall eine Krankheit darstellt und die Aufwendungen zum Zwecke der Heilung oder Linderung getätigt werden. Über ein Attest ist dabei nachzuweisen, dass eine Therapie erforderlich ist.

Zwar reicht dem Finanzamt unter bestimmten Voraussetzungen auch die Vorlage eines erst nachträglich ausgestellten amtsärztlichen Gutachtens. Dies betrifft allerdings nur wenige Ausnahmesachverhalte, wenn beispielsweise eine Behandlung keinen Aufschub duldet und eine vorherige amtsärztliche Untersuchung nicht mehr möglich ist. Dies ist bei LSR jedoch nicht gegeben.

Daher ist es nicht ausreichend, wenn ein Amtsarzt erst nach der Behandlung bescheinigt, dass es sich bei dem Kind mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um eine von Anfang an krankhafte Legasthenie handelt und die durchgeführten Maßnahmen tatsächlich notwendig waren. Denn Finanzbeamte als Laien auf diesem Gebiet können nicht selbst beurteilen, ob die anfallenden Kosten noch zu Aufwendungen für die Schulbildung des Kindes gehören oder zur Behandlung einer Krankheit. Da eine LRS verschiedene Ursachen haben kann und nicht in jedem Fall eine Krankheit darstellt, muss vor Behandlungsbeginn festgestellt sein, ob im konkreten Einzelfall bestimmte Behandlungen medizinisch notwendig sind.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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