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Archiv - Steuertipps 2009

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2009 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Wertpapiere dürfen zweifach besteuert werden...

Datum: 13.07.2009 | Rubrik: Erbschaftsteuer
Gehören zum Nachlass Wertpapiere, auf die bis zum Todeszeitpunkt des Erblassers noch nicht fällige Zinsansprüche aus Stückzinsen entfallen, fließen dem Erben diese aufgelaufenen Zinsen später durch die Auszahlung als steuerpflichtige Kapitaleinnahmen zu. Dabei ist es nach dem aktuellen Urteil vom Finanzgericht München zulässig, dass die hierauf entfallende Einkommensteuer nicht als latente Einkommensteuerbelastung über die Nachlassverbindlichkeiten bei der Erbschaftsteuer abgezogen wird.

Das Finanzamt darf den Nachlass daher inklusive noch nicht fälliger Stückzinsen ansetzen und dieselben Erträge anschließend noch einmal bei der Auszahlung besteuern. Das verstößt nicht gegen die Verfassung, weil es sich um zwei verschiedene Abgabenarten handelt. Die Erbschaftsteuer stellt lediglich auf das Vermögen am Todestag ab und die Einkommen- sowie ab 2009 die Abgeltungsteuer auf den späteren Zufluss der Erträge. Es handelt sich also um zwei unterschiedliche vom Fiskus erfasste Ereignisse, so die Richter (Az. 4 K 11131/07). Nach dem strengen Stichtagsprinzip ist für die Wertermittlung der Zeitpunkt der Entstehung der Steuer maßgebend und nach diesem Stichtag eintretende Ereignisse, die in der Person des Erben die eingetretene Bereicherung ändern, werden nicht mindernd berücksichtigt.

Gelderben müssen also nochmal in die Tasche greifen, indem auf die anschließend kassierten Kapitaleinnahmen Einkommen- und auf die realisierten Gewinne Spekulationssteuer anfällt. Diese Doppelbelastung ist derzeit bei geerbten Wertpapieren weniger problematisch. Denn bei den erhaltenen Titeln ist die einjährige Spekulationsfrist meist längst überschritten, ehe der Erbe die Gewinne aus den Titeln überhaupt realisieren kann. Beim Besitzerwechsel gehen nämlich die ehemaligen Anschaffungskurse und -termine über. Lag das Papier beim Verstorbenen schon mindestens ein Jahr im Depot, kann der Neubesitzer Gewinne sofort steuerfrei einstreichen und bei kürzerer Haltedauer sitzt der Nachkomme die Jahresfrist einfach aus.

Durch die Abgeltungsteuer ab 2009 ändert sich dies. Insbesondere durch den Wegfall der Spekulationsfrist versteuert der Nachkomme Kursgewinne zweimal, die zuvor beim Verstorbenen angefallen sind. Zwar bleibt der Bestandsschutz vor der Kursgewinnbesteuerung für geerbte Wertpapiere erhalten. Doch der verflüchtigt sich nach und nach, je mehr der Erblasser sein Depot noch ab 2009 umschichtet. Dann wandern immer mehr Titel mit latenter Steuer auf noch nicht realisierte Kurserträge in den Nachlass.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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