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Archiv - Steuertipps 2009

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2009 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Gesellschaftliche Betriebsveranstaltung ist steuerpflichtig...

Datum: 07.07.2009 | Rubrik: Arbeitslohn
Bittet der Arbeitgeber die Belegschaft zum geselligen Zusammensein, verlangt das Finanzamt von den teilnehmenden Mitarbeitern oftmals und völlig überraschend im Nachhinein Lohnsteuer. Damit keine Abgaben anfallen, muss der Chef einige Voraussetzungen erfüllen. So muss es sich bei der Feier um eine übliche Betriebsveranstaltung handeln und die Teilnahme allen Arbeitnehmern und nicht nur einzelnen Gehaltsgruppen oder erfolgreichen Mitarbeitern als Belohnung offen stehen. Die Firma darf auch nicht allzu großzügig sein. Denn eine Betriebsfeier darf pro Teilnehmer inklusive der Umsatzsteuer brutto nur maximal 110 Euro kosten. In diesen Betrag fließen Kosten für Speisen, Getränke, Raummiete, Fahrten, Darbietungen und Geschenke an die Mitarbeiter ein. Ergibt nun die Gesamtsumme, dividiert durch die Teilnehmeranzahl, einen höheren Betrag, liegt insgesamt Arbeitslohn vor. Darf der Partner mit zur Feier, wird sein Kostenanteil dem Arbeitnehmer zugeschlagen.

Doch nicht immer dient eine Veranstaltung des Arbeitgebers nur geselligen Zwecken. So kann sie auch aus betrieblichen Gründen erfolgen, etwa ein Seminar mit anschließender Feier am Abend. Dann dürfen die insgesamt entstandenen Aufwendungen in betriebliche und gesellschaftliche Bestandteile zerlegt werden. Die Lohnsteuerpflicht greift dann nur in Bezug auf den gesellschaftlichen Teil, wenn dieser Betrag pro Person über 110 Euro liegt.

Etwas anders gilt nach dem aktuellen Urteil vom Bundesfinanzhof (BFH) jedoch, wenn es sich nach der Gesamtbetrachtung bei der Veranstaltung eher um eine Feier mit gesellschaftlichem Charakter handelt (Az. VI R 55/07). Im jetzt entschiedenen Fall hatte ein Unternehmen für seine Arbeitnehmer auf einem Dampfschiff eine Betriebsversammlung durchgeführt, der sich abends in einem Hotel ein Betriebsfest mit Unterhaltungsprogramm anschloss. Die Teilnahme an der Schiffsfahrt war für alle Arbeitnehmer verpflichtend, während die Teilnahme am Betriebsfest freigestellt war.

Das Unternehmen hatte argumentiert, die Schiffstour sei eindeutig betrieblich veranlasst, sodass die Berechnung für die 110 Euro nur bei den Kosten im Hotel angestellt werden dürfte. Der BFH sah dies jedoch anders. Der betrieblich veranlasste Seminarteil auf dem Schiff kann nicht getrennt beurteilt werden, da es sich insgesamt um eine Gesamtveranstaltung mit eher gesellschaftlichem Charakter gehandelt hat. Außen vor bleiben dürfen daher nur eindeutig abgrenzbare betriebsfunktionale Kostenbestandteile, etwa der Aufwand für den Seminarraum.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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