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Archiv - Steuertipps 2009

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2009 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Fremdfinanzierung führt zu Werbungskosten...

Datum: 06.07.2009 | Rubrik: Lebensversicherung
Der Bundesfinanzhof (BFH) hat jetzt über ein gängiges Finanzierungsmodell entschieden, bei dem der Käufer oder Bauherr einer Mietimmobilie einen Kredit aufnimmt, der durch eine gleichzeitig abgeschlossene Versicherung getilgt werden soll. Die Versicherungsprämien werden ebenfalls fremd finanziert. Die Schuldzinsen des Darlehens gehören zu den Werbungskosten, wenn über den Kredit Beiträge für eine Kapitallebensversicherung finanziert werden (Az. IX R 62/07). Denn in einem solchen Fall ist die Versicherungspolice Bestandteil eines Gesamtkonzepts bei der Investition in vermietete Grundstücke, für deren Kauf oder Herstellung Darlehen aufgenommen worden.

Dabei ist der Kredit bei den Mieteinkünften unabhängig davon als Werbungskosten absetzbar, ob er für die Versicherungsprämien oder den Kaufpreis der Immobilie aufgenommen wird. Das Finanzamt hatte den Werbungskostenabzug noch mit der Begründung abgelehnt, dass Kapitallebensversicherungen auch das Todesfallrisiko abdecken und damit zu einem gewissen Teil in den Bereich der privaten Lebensführung gehören und als gemischte Aufwendungen insgesamt nicht als Werbungskosten abziehbar sind.

Der BFH geht hingegen davon aus, dass fremdfinanzierte Versicherungsprämien mit den Schuldzinsen für ein Darlehen gleichzusetzen sind, die für den Erwerb eines Grundstücks anfallen, mit dem Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung erzielt werden sollen. Die Einschaltung von Lebensversicherungen ist lediglich eine wirtschaftlich mögliche Variante der Kreditaufnahme. Entscheidet sich der Vermieter anstelle einer Langfristfinanzierung allein durch Darlehen alternativ für den Einsatz von Policen, kann er hierdurch kürzere Laufzeiten erreichen. Es würde die Entscheidungsfreiheit unverhältnismäßig einschränken, wenn die wegen der kürzeren Finanzierungszeit höheren Schuldzinsen nicht realitätsgerecht berücksichtigt würden. Daher handelt es sich in beiden Fällen um abzugsfähige Werbungskosten, sofern das Darlehen dazu verwendet wird, um Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung zu erzielen.

Hinweis: Die steuerliche Berücksichtigung gilt allerdings nur für die Finanzierungskosten, die auf den Kredit für die Versicherungsprämien als laufende Zahlung oder Einmalbetrag entfallen. Die einzelnen Beiträge für die Kapitallebensversicherung gehören hingegen zum privaten Vermögensbereich des Darlehensnehmers und daher nicht zu Werbungskosten.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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