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Archiv - Steuertipps 2009

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2009 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Abzug gelingt auch bei Verlust der Rechnung...

Datum: 01.07.2009 | Rubrik: Vorsteuerabzug
Damit das Finanzamt die in einer Rechnung ausgewiesene Umsatzsteuer wieder erstattet, muss der Unternehmer einen ordnungsgemäß ausgestellten Beleg im Original besitzen und auf Nachfrage der Beamten vorlegen. Geht die Originalrechnung allerdings anschließend verloren oder ist sie nicht mehr auffindbar, kann der Betrieb die Vorsteuer nicht einfach mit einem Verweis auf eine tadellose Buchhaltung behalten. Nach dem aktuellen Urteil vom Finanzgericht München muss er eindeutig nachweisen, dass die Rechnung vorhanden war und auch noch alle formalen Anforderungen erfüllt hatte (Az. 14 K 2093/08).

In der Praxis kommt dieser Fall vor, wenn die Belege in dem Zeitpunkt vorlagen, in dem der Vorsteuerabzug über die Umsatzsteuervoranmeldung geltend gemacht wird. Kommt nach Jahren der Betriebsprüfer ins Haus, sind die Ursprungsrechnungen verschwunden. Nun stellt sich die Frage, ob das Finanzamt die Vorsteuer im Nachhinein streichen darf oder dem Unternehmer eine Möglichkeit zum Nachweis geben muss.

Nach Ansicht der Richter haben Selbstständige in solchen Fällen noch eine Chance. Das resultiert aus der Gesetzeslage, wonach der spätere Verlust den bereits entstandenen Abzugsanspruch nicht rückwirkend zum Erlöschen bringt. Hat die Rechnung nämlich im damaligen Voranmeldungszeitraum tatsächlich vorgelegen, bleibt der Anspruch erst einmal erhalten. Dabei ist es auch völlig unerheblich, warum die Rechnung verloren gegangen oder nicht auffindbar ist.

Alles entscheidend ist nunmehr, dass der Rechnungsbesitzer nachweisen kann, dass die Unterlagen ursprünglich tatsächlich vorgelegen haben und dass ein anderer Unternehmer ihm eine Rechnung mit gesondertem Steuerausweis erstellt und ausgehändigt hat. In der Praxis ist hier eine zweistufige Vorgehensweise ratsam. Dem Finanzamt wird erst einmal dokumentiert, warum es überhaupt zum Verlust durch Brand, Hochwasser, Umzug oder sonstige Umstände gekommen ist. Anschließend wird beim damaligen Lieferanten eine Kopie der Rechnung angefordert. Damit wird dem Fiskus dann glaubhaft gemacht, dass im Zeitpunkt der ehemaligen Voranmeldung alles mit rechten Dingen vorgegangen ist.

Dabei müssen die Finanzbeamten nicht selber aktiv werden. Denn kann eine zum Vorsteuerabzug berechtigende Rechnung nicht mehr vorgelegt werden, trägt der Unternehmer die Beweislast dafür, dass er den Originalbeleg im Zeitpunkt des Vorsteuerabzugs besessen hat. Weil es sich um einen ihn begünstigen Sachverhalt handelt, hat er die Nachweispflicht.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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