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Archiv - Steuertipps 2008

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2008 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Dienstreise darf länger als drei Monate sein...

Datum: 11.11.2008 | Rubrik: Werbungskosten
Bis einschließlich 2007 konnten bisher bei einer längerfristigen Dienstreise die Fahrtkosten für die Wege zwischen Wohnung und auswärtiger Tätigkeitsstätte nur für die ersten drei Monate mit den tatsächlichen Kosten oder dem pauschalen Kilometersatz von 0,30 Euro pro Kilometer berücksichtigt werden. Aufgrund einer Regelung in den ehemaligen Lohnsteuer-Richtlinien wurde die auswärtige Tätigkeitsstätte nach Ablauf von diesen drei Monaten zur weiteren oder einzigen regelmäßigen Arbeitsstätte. Das hatte die negative Konsequenz, dass für die Pendelfahrten nach Ablauf der Dreimonatsfrist die Regelungen zur Entfernungspauschale anzuwenden waren. Damit konnte die Fahrt in 2007 erst ab dem 31. Kilometer beim Finanzamt geltend gemacht werden und statt dem Kilometergeld von 0,30 Euro gab es nur die Hälfte über die Entfernungspauschale.

Aktuell hat der Bundesfinanzhof jedoch entschieden, dass eine auswärtige Tätigkeitsstätte entgegen der Anweisung der Finanzverwaltung nicht durch bloßen Zeitablauf von drei Monaten zur regelmäßigen Arbeitsstätte wird (Az. VI R 66/05). Erfreulich schnell hat der Fiskus auf dieses Urteil reagiert. Nach einer Anweisung der Oberfinanzdirektion Rheinland wird das Urteil ab sofort allgemein angewendet (Az. Kurzinfo ESt 48/2008). Folglich können in allen noch offenen Fällen für Steuerjahre bis einschließlich 2007 die Aufwendungen für die Wege zwischen Wohnung und auswärtiger Tätigkeitsstätte bei einer längerfristigen Dienstreise auch nach Ablauf von drei Monaten mit den tatsächlichen Kosten oder alternativ dem pauschalen Kilometersatz von 0,30 Euro pro Kilometer abgezogen werden.

Ab 2008 wird bereits bisher entsprechend verfahren, da die einschränkende Regelung nicht mehr in die neuen Lohnsteuer-Richtlinien (LStR) 2008 übernommen worden ist. Nunmehr liegt eine Auswärtstätigkeit vor, wenn Arbeitnehmer vorübergehend außerhalb ihrer Wohnung und regelmäßigen Arbeitsstätte oder typischerweise nur an ständig wechselnden Stellen oder in einem Fahrzeug tätig werden (R 9.4 Abs. 2 LStR 2008). Eine Auswärtstätigkeit ist vorübergehend, wenn der Arbeitnehmer voraussichtlich an seine regelmäßige Arbeitsstätte zurückkehrt und der andere Ort nicht wie etwa bei einer Versetzung sofort zur neuen regelmäßigen Arbeitsstätte wird.

Für Aus- und Fortbildung gelten ab 2008 die Grundsätze für Auswärtstätigkeiten ebenfalls, wenn die Maßnahmen vorübergehend außerhalb der Arbeitsstätte stattfinden. Durch den Wegfall der Dreimonatsfrist wird der Besuch der Berufsschule nicht schon durch Zeitablauf zum weiteren regelmäßigen Tätigkeitsort, was sich positiv auf Fahrtkosten nach Reisekostengrundsätzen auswirken kann.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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