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Archiv - Steuertipps 2008

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2008 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Abgabe fällt auch beim Zwangsverkauf an...

Datum: 20.10.2008 | Rubrik: Spekulationssteuer
Ein Grundstücksverkauf innerhalb von zehn Jahren ist auch dann ein steuerpflichtiges Spekulationsgeschäft, wenn dies durch Krankheit, Zwang oder sonstige unabwendbare Ereignisse veranlasst war. Denn der Fiskus stellt nicht auf das Verkaufsmotiv ab. Daher fällt nach dem aktuellen Urteil vom hessischen Finanzgericht auch dann Steuer an, wenn die Gemeinde für die drohende Zwangsenteignung eine Ersatzimmobilie zur Verfügung stellt (Az. 5 K 477/06). Das kann in der Praxis teuer werden, wenn etwa Flächen für den Bau einer neuen Autobahn oder sonstige Vorhaben benötigt werden. Denn das Ersatzgrundstück ist meist mehr wert als das hingegebene.

Dieser Tausch wird so behandelt, dass der Verkaufspreis nicht in Bar, sondern durch den Wert des neuen Grundstücks beglichen wird. Daher zählt der aktuelle Marktpreis als relevanter Preis. Zudem liegt auch noch ein neuer Anschaffungsvorgang vor. Sofern die erhaltene Immobilie nun innerhalb der kommenden zehn Jahre abgestoßen wird, liegt wieder ein steuerpflichtiges Spekulationsgeschäft vor, das Finanzamt schlägt also zweimal zu.

Diese allgemein gültige Regelung erfährt allerdings eine kaum bekannte Ausnahme. Die Maßnahme löst kein Spekulationsgeschäft aus, wenn das als Ersatz erhaltene Grundstück wirtschaftlich dieselbe Aufgabe erfüllt wie das ausgeschiedene. Dabei müssen beide Vorgänge allerdings in einem sachlich eng zusammenstehenden Zusammenhang stehen und beide Gegenstände im Wesentlichen wertgleich sein. Unter diesem Aspekt verneinten die Hessischen Richter im Urteilsfall eine Ersatzbeschaffung, weil der Verkauf weder unter Zwang erfolgte, noch ein wertidentischer Austausch vorlag.

Nicht ausreichend für eine solche Zwangssituation ist nämlich, wenn die Enteignung nur angedroht wird. Vielmehr muss die freie Willensentscheidung ausgeschlossen sein, wenn etwa eine Enteignung durch Baulandumlegung unmittelbar bevorsteht. Nicht ausreichend ist, dass damit nur erfahrungsgemäß gerechnet werden kann, nur weil eine Behörde mit Enteignung in der Zukunft droht. Das gilt vor allem, wenn das Angebot der Kommune aus Sicht des Veräußerers ein günstiges Geschäft darstellt. Dann hat das noch wenig mit einer Zwangsenteignung zu tun und ist eher eine Finanzierung zugunsten des bisherigen Eigentümers, so das Gericht.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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