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Archiv - Steuertipps 2008

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2008 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Ansatz auch bei geringen Kosten...

Datum: 14.10.2008 | Rubrik: Arbeitnehmer-Pauschbetrag
Angestellte haben einen Rechtsanspruch auf den vollen Arbeitnehmer-Pauschbetrag von derzeit 920 Euro jährlich, auch wenn tatsächlich keine oder nur geringe Werbungskosten anfallen. Das hat der Bundesfinanzhof in einem aktuellen Urteil klargestellt (Az. VIII R 76/05). Eine Kürzung kommt nur in Betracht, wenn die Lohneinnahmen im Jahr unter 920 Euro liegen. Denn durch den Pauschbetrag darf es nicht zu negativen Einkünften kommen.

Im zugrunde liegenden Fall war ein Angestellter zusätzlich auch noch freiberuflich als Rechtsanwalt tätig. Hier stellte sich das Problem, dass Aufwendungen wie Fachliteratur, Porto, Telefon oder Bürobedarf nicht gezielt einer der beiden Einkunftsarten zuzuordnen sind, es also keine klare Trennung gibt. Dann muss zwischen Werbungskosten und Betriebsausgaben aufgeteilt werden. Liegen die danach zugeordneten Werbungskosten dann unter dem Pauschbetrag, wird der in voller Höhe angesetzt und die restlichen Betriebsausgaben wirken in voller Höhe mindernd auf den Gewinn der Kanzlei.

Damit dies aber Berufstätigen nicht die Möglichkeit eröffnet, eine beliebige Bestimmung zu treffen und sämtliche Aufwendungen als Betriebsausgaben geltend zu machen und dann noch zusätzlich den Arbeitnehmer-Pauschbetrag zu erhalten, muss eine strikte Aufteilung der Aufwendungen vorgenommen werden. Hängen die nicht ausschließlich mit einer Einkunftsart zusammen, kommt eine Trennung über eine Schätzung in Betracht. Das gilt nicht nur für den Anwalt im Urteilsfall, sondern in auch für den angestellten Krankenhausarzt, der in der Klinik zugleich Privatpatienten als Freiberufler behandelt.

Im ersten Schritt ist zu prüfen, ob in den geltend gemachten Betriebsausgaben auch Werbungskosten enthalten sind. Bei gemischten Aufwendungen ist dann ein Teil den Werbungskosten zuzuordnen. Liegen die anschließend unter dem Pauschbetrag, wird dieser berücksichtigt. Der um die Werbungskosten bereinigte Teil der Betriebsausgaben wird dann bei der Gewinnermittlung abgezogen. Eindeutig trennbar sind nach Auffassung der Richter Fahrtaufwendungen oder Versicherungsleistungen etwa für die Berufshaftpflicht. Sofern die Werbungskosten ohnehin über der Pauschale liegen, kann die Verteilung der Kosten eher großzügiger ausfallen. Denn bei beiden Einkunftsarten wirken sie dann steuermindernd und der Freiberufler zahlt auch keine Gewerbesteuer.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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