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Archiv - Steuertipps 2008

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2008 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Teures Geschäft mit Tafelpapieren...

Datum: 25.08.2008 | Rubrik: Steuerhinterziehung
Hat ein Anleger dem Finanzamt Zinsen aus Tafelgeschäften nicht deklariert, hinterzieht er die Steuer in voller Höhe, so der Bundesfinanzhof (BFH) in einem aktuellen Urteil (Az. VIII R 28/07). Das gilt selbst dann, wenn zuvor Zinsabschlag von 35 Prozent einbehalten worden ist. Der Aufschlag von fünf Prozent gilt für alle Zinseinnahmen, die inländische Banken nicht über ein Konto, sondern über den Bankschalter abwickeln. Dabei dürfen sie auch bei keinem Freistellungsauftrag berücksichtigt werden. Ab 2009 gibt es nur noch einen einheitlichen Abgeltungssatz von 25 Prozent, die Differenzierung nach dem Zahlungsstrom entfällt.

Nach Ansicht der Richter liegt auch dann schon eine strafbare Handlung vor, wenn der Sparer mangels Bescheinigung des Kreditinstituts keine Anrechnung des Zinsabschlags beim Finanzamt erreichen kann und er die Kapitalerträge verschweigt, weil er sie sonst ein zweites Mal versteuern muss. Hätte der Sparer eine Progression von angenommen 40 Prozent, müsste der die Zinsen über die Erklärung nur mit fünf Prozent nachversteuern, den Rest hat er ja schon über den Zinsabschlag bezahlt. Fehlt die ordnungsgemäße Steuerbescheinigung, zahlt er insgesamt 75 Prozent Steuern. Daher argumentierte der Anleger, er könne höchstens eine Steuerhinterziehung für die Differenz begangen haben.

Das sieht der BFH anders. Inhaber von Tafelpapieren befinden sich in einer ganz anderen Situation als normale Anleger. Sie können ohne weiteres von der einlösenden Bank eine Steuerbescheinigung ausstellen lassen, wollen dies aber gar nicht. Deshalb dürfen sie mit den Folgen des von ihnen selbst geschaffenen Risikos belastet werden. Sie hinterziehen den kompletten Betrag und nicht nur die Differenz zwischen Einkommensteuer und Zinsabschlag. Auf der Bescheinigung über das Tafelgeschäft muss die Bank angeben, dass es sich nicht um Erlöse aus Konto oder Depot handelt. Daher wollen die Sparer einen solchen Beleg meist nicht. Denn reichen sie den beim Finanzamt ein, befürchten sie kritische Rückfragen. Die könnten etwa darauf abzielen, woher die Mittel stammen und warum überhaupt die Wahl auf Tafelpapiere gefallen ist.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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Do., 23. November 2017

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