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Archiv - Steuertipps 2008

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2008 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Befristeter Vertrag muss nicht schädlich sein...

Datum: 18.08.2008 | Rubrik: Mieteinkünfte
Das Finanzamt darf hohe Anfangsverluste mit Immobilien nicht einfach streichen, nur weil über die Dauer des befristet abgeschlossenen Mietvertrags keine Überschüsse realisierbar sind. Nach dem aktuellen Urteil vom Bundesfinanzhof (BFH) spricht dies für sich allein noch nicht gegen die dauerhafte Vermietungsabsicht (Az. IX R 63/07). Es müssen vielmehr weitere Umstände für die Schlussfolgerung hinzutreten, dass der Vermieter konkret plant, die Wohnung in absehbarer Zeit selbst zu nutzen oder zu verkaufen. Eine mögliche spätere Eigennutzung reicht dabei genauso wenig wie die immer bestehende Option eines Immobilienverkaufs aus, um dem Hausbesitzer Liebhaberei zu unterstellen. Daher mindern die hohen Werbungskostenüberschüsse sein sonstiges Einkommen.

Mit diesem Urteil präzisiert der BFH seine bisher schon erfreuliche Rechtsprechung, wonach Finanzbeamte auch bei dauerhaften Mietverlusten nicht danach fragen dürfen, ob Immobilieneigentümer irgendwann einmal mit Überschüssen rechnen. Denn bei einer dauerhaften Vermietung sind grundsätzlich und ohne Nachweis selbst tiefrote Zahlen nicht in Frage zu stellen. Denn per Gesetz ist eine Vermietungstätigkeit stets auf Dauer angelegt, wenn bei Beginn der Vermietung keine Umstände ersichtlich sind, die für kurze Zeiträume sprechen.

Selbst wenn der Vermieter es in Betracht zieht, das Haus oder Wohnung nach dem Erwerb irgendwann einmal für seine Familie einzuplanen, ist das erst einmal nicht schädlich. Hierbei handelt es sich lediglich um eine noch indifferente Überlegung einer möglichen Selbstnutzung, die steuerrechtlich nicht bedeutend ist. Denn diese Wahl haben grundsätzlich alle Vermieter, wenn ein bestehender Mietvertrag ausläuft. Der kann dann entweder verlängert, mit einem anderen Bewohner abgeschlossen oder zu anderen Konditionen weiter geführt werden. Dieses sind übliche Lebenssachverhalte, die nicht gegen den Ansatz von Hausverlusten in der Anfangsphase sprechen.

Hintergrund dieses immer wieder aufkommenden Streits zwischen Vermieter und Fiskus ist immer wieder die Frage, ob eine Überschussprognose vorzulegen ist. Führt die nicht zu schwarzen Zahlen, darf das Finanzamt von Beginn an Liebhaberei unterstellen. Eine solche Rechnung ist aber unnötig, wenn eine auf Dauer angelegte Vermietungstätigkeit vorliegt.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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