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Archiv - Steuertipps 2008

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2008 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Strenge Nachweispflichten bei Arbeitsverträgen mit Angehörigen...

Datum: 12.08.2008 | Rubrik: Betriebsausgaben
Der Arbeitgeber muss dem Finanzamt gegenüber beweisen, dass er einen Angehörigen nicht etwa aus familiären Gründen, sondern aufgrund eines steuerlich anzuerkennenden Leistungsaustauschs engagiert hat. Daher können Betriebsausgaben nach dem aktuellen Urteil vom Finanzgericht Nürnberg nicht anerkannt werden, wenn es am Nachweis für die tatsächlich geleistete Arbeitszeit fehlt (Az. VI 140/2006). Im zugrunde liegenden Fall ging es um eine selbstständig tätige Ärztin. Die hatte ihrem in Schulausbildung befindlichen Sohn laut Buchhaltung Aushilfslohn dafür bezahlt, dass der Filius in der Praxis bei Bedarf Reinigungs- und Telefondienste durchführte. Es gab aber weder einen schriftlichen Arbeitsvertrag, noch wurden die Arbeitsstunden festgehalten.

Damit das Finanzamt zwischen abzugsfähigen Betriebsausgaben und steuerlich irrelevanten Unterhaltsleistungen genau trennen kann, muss der Arbeitsvertrag sowohl nach seinem Inhalt als auch nach seiner tatsächlichen Durchführung einem so genannten Fremdvergleich standhalten. Das bedeutet, dass solche Vereinbarungen auch mit Dritten abgeschlossen werden.

Erlaubt sind dabei auch mündliche Absprachen, weil der Vertrag auch mit fremden Arbeitnehmern nicht schriftlich abgeschlossen werden muss. Die Schriftform ist, so die Richter, aber aufgrund des leichteren Nachweises empfehlenswert. Gerade bei Teilzeitbeschäftigung und Mini-Jobbern werden Aufgabengebiet und zeitlicher Einsatz meist nicht konkret oder nur mündlich festgelegt. Üblich sind hier Stundenzettel, nach denen anschließend bezahlt wird. Allerdings muss bei Angehörigen zumindest der Nachweis erfolgen, dass die Leistungen tatsächlich erbracht wurden und nicht nur wegen der Steuer fingiert sind. Fehlt es an solchen Angaben oder sind die zu schwammig, können die Betriebsausgaben beim Arbeitgeber nicht steuermindernd anerkannt werden.

Bei fremden Angestellten besteht typischerweise ein Interessengegensatz zum Arbeitgeber, sodass beide Seiten auf die Einhaltung der vertraglichen Vereinbarungen achten. Da dies bei Arbeitsverhältnissen mit nahen Angehörigen eben gerade nicht der Fall ist, kann hier grundsätzlich nicht auf den Nachweis der tatsächlich erbrachten Arbeitsleistung und deren zeitlichen Umfang verzichtet werden. Bei allgemeinen Büroaushilfsdiensten kann der zeitliche Umfang der konkret erbrachten Leistung auch nicht geschätzt werden. Dies gelingt nach Ansicht der Richter nur, wenn Kind oder Partner ein genau abgrenzbares Arbeitsgebiet wie etwa die Buchführung eines Handwerksbetriebes alleine betreuen. Dann kann der hierfür benötigte Arbeitsaufwand in etwa geschätzt und auf den dafür gezahlten Lohn umgerechnet werden. Das gelingt aber gerade nicht bei Pauschallohn an den Sohn, der hierfür unkonkrete Dienste leisten soll.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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