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Archiv - Steuertipps 2008

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2008 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Mindern Werbungskosten nach Kfz-Unfall...

Datum: 25.07.2008 | Rubrik: Zahlung der Versicherung
Das Finanzgericht (FG) Rheinland-Pfalz hat zu der Frage Stellung genommen, in welcher Höhe Unfallkosten als Werbungskosten bei den Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit geltend gemacht werden können.

Der Kläger hatte im Jahre 2001 einen Pkw Mercedes Benz C 200 für einen Preis von rd. 52.000 Mark erworben; für die Fahrten zur Arbeitsstätte machte er die Entfernungspauschale bei den Werbungskosten aus nichtselbstständiger Arbeit geltend. Auf Grund eines selbst verschuldeten Unfalls auf dem Wege zur Arbeitsstätte wurde das Kfz so schwer beschädigt, dass die voraussichtlichen Reparaturkosten von rd. 23.000 Euro den Wiederbeschaffungswert von rund 20.500 Euro bei einem Restwert von rd. 9.000 Euro überschritten. Die Versicherung leistete an den Kläger eine Entschädigung von rund 11.500 Euro, die sie aus der Differenz zwischen Wiederbeschaffungswert und Restwert errechnete. In seiner Einkommensteuererklärung 2003 machte der Kläger einen Betrag in Höhe von etwa 8.800 Euro bei den Werbungskosten aus nichtselbstständiger Arbeit geltend. Diesen Betrag hatte er in der Weise errechnet, dass er die Differenz des Zeitwertes vor und nach dem Unfall ohne Berücksichtigung der Versicherungsleistung ansetzte. Das Finanzamt lehnte den begehrten Werbungskosten-Abzug mit der Begründung ab, nach Berücksichtigung der Versicherungsleistung verblieben aus steuerlicher Sicht keine abzugsfähigen Kosten. Die dagegen eingereichte Klage bleib ohne Erfolg.

Wie das FG Rheinland-Pfalz ausführte, müssten Entschädigungen aus privaten Versicherungen für sich gesehen grundsätzlich nicht zu steuerbaren Einnahmen führen. Werde aber das versicherte Wirtschaftsgut zur Erzielung von Einkünften eingesetzt und sei dieses Wirtschaftsgut damit dem Einkünftebereich zuzurechnen, sei das aber anders. Denn die Entschädigung durch die Versicherung ersetze Werbungskosten. Dabei könne es keinen Unterschied machen, ob die gezahlten Versicherungsprämien selbst als Werbungskosten geltend gemacht oder berücksichtigt worden seien oder nicht. Im Hinblick auf das Leistungsfähigkeitsprinzip sei danach die Versicherungsleistung im vollen Umfang auf die entstandenen Unfallkosten anzurechnen. Die durch den Unfall eingetretene Wertminderung müsse der Kläger auf Grund der Zahlung der Versicherung nicht tragen, der Kläger stehe wegen der Versicherungsleistung von rd. 11.500 Euro wirtschaftlich gesehen nicht schlechter, als in der Situation, in der er sich vor dem Unfall befunden habe.

Der Kläger habe als nichtselbstständig Tätiger nicht wie ein selbstständiger Betriebsinhaber Bücher geführt. Daher könne er auch nicht die Anschaffungskosten seines Kfz periodengerecht im Wege der AfA (Abschreibung für Abnutzung) abschreiben, bzw. einen Restbuchwert als Verlust geltend machen. Die Kosten, die durch die dienstliche Benutzung seines Kfz zu Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte entstanden seien, habe er durch den Ansatz der Kilometerpauschale geltend gemacht. Darin sei die gewöhnliche AfA enthalten. Die Inanspruchnahme der Pauschbeträge schließe es aber aus, später unabhängig davon noch eine besondere Berechnung der AfA vorzunehmen.

Finanzgericht Rheinland-Pfalz, Urteil vom 29.05.2008, 3 K 1699/05, nicht rechtskräftig
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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Fr., 24. November 2017

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