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Archiv - Steuertipps 2008

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2008 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Konto des Kindes kann Eltern zugerechnet werden...

Datum: 04.06.2008 | Rubrik: Wertpapier
Verfügen die Eltern über das Konto des Kindes wie über ein eigenes Konto, sind die Einkünfte aus Kapitalvermögen steuerlich den Eltern zuzurechnen. Das gilt auch, wenn das Kind volljährig ist. Dies hat das Finanzgericht (FG) Rheinland-Pfalz mit Urteil zur Einkommensteuer 1999 entschieden.

Für die Jahre 1993 bis 1998 hatte bei den Klägern (Eltern) eine steuerliche Außenprüfung stattgefunden. Es wurde dabei festgestellt, dass die Eltern umfangreiche Wertpapiergeschäfte über die Konten ihrer Kinder, hinsichtlich derer sie verfügungsberechtigt waren, getätigt hatten. Nach den Feststellungen des Prüfers verfügten die Eltern über die Konten der Kinder, wie über eigene Konten. Die erzielten Erträge wurden geschätzt und in steuerlicher Hinsicht den Eltern zugeordnet. Über das Ergebnis der Prüfung wurde Übereinstimmung erzielt. Für das Streitjahr 1999 gaben die Kläger an, die Kapitaleinkünfte der volljährigen Tochter T seien auch der T zuzurechnen, da die Kontovollmacht des Klägers im Jahre 1999 widerrufen worden sei. Gleichwohl rechnete das Finanzamt die auf rd. 14.500 DM geschätzten Erträge der T ebenfalls den Eltern zu.

Mit der dagegen vor dem FG angestrengten Klage machten die Kläger unter anderem geltend, obwohl sie eine Bescheinigung der Bank vorgelegt hätten, wonach sie in dem Zeitraum vom 01.01.1999 bis zum 31.12.2000 keine Vollmacht für die relevanten Konten der T gehabt hätten, hätte das Finanzamt ihnen dennoch Ts Kapitalerträge zugerechnet.

Die Klage hatte keinen Erfolg. Das FG führte aus, aus den Gesamtumständen des Streitfalls ergebe sich, dass die Einkünfte aus Kapitalvermögen der volljährigen T auch für das Jahr 1999 den Klägern zuzurechnen seien. Die Kläger hätten die Einkünfte nämlich auf eigene Rechnung erzielt und das auf den Konten der T befindliche Kapital zu keiner Zeit wie fremdes, sondern stets wie eigenes Vermögen verwaltet. Die T habe über kein entsprechendes Eigenkapital verfügt, um überhaupt die im Streit befindlichen Kapitaleinkünfte erzielen zu können. Dass die Kläger der T im Wege der Schenkung Gelder in entsprechender Höhe zugewandt hätten, sei zwar behauptet, aber nicht nachgewiesen worden. Aus der vorgelegten Bankbescheinigung ergebe sich, dass die Kläger im Streitjahr für das entscheidende Depotkonto der T sehr wohl eine Vollmacht gehabt hätten.

Finanzgericht Rheinland-Pfalz, Urteil vom 29.04.2008, 5 K 2200/05, nicht rechtskräftig
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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Di., 21. November 2017

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