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Archiv - Steuertipps 2008

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2008 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Handwerkerrechnung kann steuerlich verpuffen...

Datum: 13.05.2008 | Rubrik: Haushaltsnahe Dienstleistung
Die Tätigkeit von Tapezierer, Hausmeister, Gärtner, Reinigungs- oder Pflegedienst ist beim Finanzamt bereits seit 2003 absetzbar, indem 20 Prozent der in Rechnung gestellten Arbeitsleistung und maximal 600 Euro pro Jahr steuerlich geltend gemacht werden können. Seit 2006 sind weitere 600 Euro für handwerkliche Tätigkeiten absetzbar, die Mieter oder Eigentümer für zu eigenen Wohnzwecken genutzte Räume in Auftrag geben. Insgesamt sind die Arbeiten rund um Haus und Hof somit seit 2006 doppelt und bis zur Höhe von 1.200 Euro jährlich absetzbar.

Diese Ermäßigung gelingt, indem von den Leistungen rund um Wohnung und Garten beim Hauseigentümer und Mieter 20 Prozent der Kosten von der eigenen Steuerschuld abgezogen werden. Dabei muss das Finanzamt aber keine Erstattung leisten, wie der Bundesfinanzhof in einem aktuellen Urteil klarstellt (Az. X R 1/07). Die Steuer reduziert sich maximal auf Null. Liegt das Ermäßigungspotential aus den haushaltsnahen Dienstleistungen über der festgesetzten Einkommensteuer, verpufft der Rest wirkungslos.

Vor diesem Hintergrund kann es sich lohnen, Rechnungen erst nach Silvester zu begleichen, wenn für das laufende Jahr aufgrund geringer Einkünfte oder hoher Verluste nicht mit Steuerbelastung kalkuliert wird. Maßgebend für den Abzug der Arbeiten ist nämlich erst der Zeitpunkt, in dem der Aufwand bezahlt wird.

Dieses starre Zuflussprinzip lässt sich auch noch in einem anderen Fall optimal nutzen. Wird etwa die im September 2008 durchgeführte Badsanierung von beispielsweise 6.000 Euro in zwei gleichen Raten vor und nach dem Jahreswechsel bezahlt, können die Aufwendungen komplett mit 20 Prozent und zweimal 600 Euro abgesetzt werden. Erfolgt die volle Überweisung hingegen noch in 2008, verpufft die Hälfte der Förderung durch die jährliche Höchstgrenze.

Als Nachweis verlangt das Finanzamt die Vorlage von Rechnung und unbarem Zahlungsbeleg. Bei Überweisungen per Dauerauftrag oder Online-Banking reicht der Kontoauszug. Für die Steuererklärung 2008 müssen die Belege erstmals nicht mehr zwingend vorgelegt werden. Sie müssen aber vorhanden sein. Die Finanzbeamten haben nämlich das Recht, sie anzufordern.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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