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Archiv - Steuertipps 2008

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2008 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Allergiebettzeug ist ohne Attest nicht absetzbar...

Datum: 06.04.2008 | Rubrik: Außergewöhnliche Belastung
Allergiematratzen sowie -betten werden nicht ausschließlich von Kranken erworben. Deshalb muss die krankheitsbedingte Notwendigkeit und Zwangsläufigkeit der Aufwendungen durch ein vorher erstelltes amts- oder vertrauensärztliches Attest nachgewiesen werden. Ist das nicht erfolgt, muss das Finanzamt die Kosten nicht als außergewöhnliche Belastungen abziehen, so der Bundesfinanzhof (Az. III B 178/06). Ein nachträglich eingeholtes Gutachten führt nicht mehr zur steuerlichen Anerkennung. Lediglich Hilfsmittel im engeren Sinne wie Brillen, Hörgeräte oder Rollstühle können ohne besondere Nachweise typisierend als außergewöhnliche Belastung berücksichtigt werden.

Im zugrunde liegenden Fall hatten Frau und Kind schweres Asthma, sodass sich die Familie Allergiematratzen sowie –betten anschaffte. Bettzeug und Matratzen werden aber von allen Menschen benötigt, auch Gesunde bevorzugen aus hygienischen Gründen zur Reduzierung der Hausstaubmilben antiallergene Gegenstände. Die medizinische Notwendigkeit solcher Gegenstände, die nicht ausschließlich von Kranken benötigt werden, ist durch die Vorlage eines vor dem Kauf erstellten amts- oder vertrauensärztlichen Attests nachzuweisen.

Allergiebettzeug wirkt zudem nicht im Körper, sondern soll die räumliche Umgebung von Allergenen möglichst weitgehend freihalten. Hier steht eine vom behandelnden Facharzt ausgesprochene Empfehlung einem Attest nicht gleich. Die Einholung eines nachträglichen amtsärztlichen Attests bringt aber auch nichts mehr, weil dieses nicht geeignet ist, die medizinische Notwendigkeit der Anschaffung von Allergiebettzeug und -matratzen nachzuweisen. Der Bundesfinanzhof hat jüngst bereits vergleichbare Fälle abschlägig entschieden, in denen das rechtzeitig eingeholte Attest fehlte:
  • das Fällen von Birken bei Pollenallergie,
  • die Ersetzung formaldehydhaltiger Gegenstände,
  • Asbestsanierung der Außenfassade eines Wohnhauses.
Sofern der Haus- oder Facharzt also zum Kauf gesundheitsfördernder Gegenstände rät, sollte mit Blick aufs Finanzamt erst einmal ein amts- oder vertrauensärztliches Attest eingeholt werden. Aus diesem muss hervor gehen, dass die Anschaffung zur Heilung zwingend notwendig ist. Erst dann lässt sich der Kaufpreis als außergewöhnliche Belastung von der Steuer absetzen.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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