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Archiv - Steuertipps 2008

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2008 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Verluste lassen sich jetzt nicht mehr vererben...

Datum: 17.03.2008 | Rubrik: Einkommensteuer
Sofern sich beim Verstorbenen rote Zahlen aus einer Einkunftsart zu Lebzeiten nicht komplett ausgewirkt haben, verpufft das Minus steuerlich ab sofort endgültig. Denn nach einem Beschluss vom Großen Senat des Bundesfinanzhofs können die Erben hinterlassene Verluste nicht zur Minderung ihrer eigenen Einkommensteuer geltend machen (Az. GrS 2/04).

Ein Übergang nicht ausgenutzter Verluste vom Erblasser auf den oder die Erben ist nicht zulässig, da die Einkommensteuer eine Personensteuer ist, die dabei vom Prinzip der Besteuerung nach der individuellen Leistungsfähigkeit ausgeht. Hiermit ist es nach Ansicht der Richter unvereinbar, die beim Verstorbenen nicht verbrauchten Verlustvorträge auf den Erben zu übertragen. Nach ihrer Meinung verletzt die Vererbung von Verlustvorträgen den verfassungsrechtlichen Grundsatz, dass nur derjenige Aufwendungen und Verluste steuerlich geltend machen darf, der sie getragen hat und dessen Leistungsfähigkeit dadurch eingeschränkt wurde.

Da dies bislang 45 Jahre lang von Rechtsprechung und Finanzverwaltung genau umgekehrt praktiziert worden ist, gewähren die Richter den Steuerzahlern Vertrauensschutz. Denn die neue ungünstigere Rechtsprechung ist faktisch vergleichbar mit einer Gesetzesänderung und daher erst mit Wirkung für die Zukunft anzuwenden. Verluste lassen sich erst in solchen Erbfällen nicht mehr verrechnen, die am Tag nach Veröffentlichung dieses Beschlusses eintreten werden. Dieser wurde am 12.3.2008 publiziert, sodass rote Zahlen bei Todesfällen ab dem 13. März unter den Tisch fallen.

Diese Änderung in der Rechsprechung hat gravierende praktische Auswirkungen für Familien, Anleger, Selbstständige und Vermieter. So lassen sich etwa realisierte Spekulationsverluste nicht vererben, sofern bis zum Tod nicht ausreichend Börsengewinne angefallen sind. Gleiches gilt für rote Zahlen aus Mietshäusern oder Unternehmen, sofern die Verlustphase etwa durch hohe Abschreibungen oder Fremdfinanzierungen bis zum Tod noch nicht ausgelaufen ist.

Eines hat jedoch auch nach dem aktuellen Urteil Bestand: Geerbte Schulden mindern die Bemessungsgrundlage für die Erbschaftsteuer. Das gilt auch für Forderungen des Finanzamts, die der Verstorbene nicht mehr beglichen hatte.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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