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Archiv - Steuertipps 2008

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2008 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Kein Verlust aus einer gekündigten Lebensversicherung...

Datum: 23.12.2008 | Rubrik: Kapitaleinnahmen
Die Oberfinanzdirektion Frankfurt tritt aktuell anderslautenden Pressemeldungen entgegen, wonach Verluste aus der vorzeitigen Kündigung einer Kapitallebensversicherung steuerlich als absetzbare Werbungskosten berücksichtigt werden können. Nach einem Erlass ist der Verlust aus einer vor 2005 abgeschlossenen Police ein unbedeutender Vorgang auf der Vermögensebene. Die Differenz aus dem Rückkaufswert und der höheren Beitragssumme stellt daher weder Werbungskosten noch negative Kapitaleinnahmen dar (Az. S 2252 A - 20 - St 219).

Altpolicen, also vor 2005 abgeschlossene Lebensversicherungen bleiben im Fall der Kündigung nur steuerfrei, wenn eine zwölfjährige Haltefrist überschritten ist. Dann interessiert sich das Finanzamt weder für realisierte Gewinne noch Verluste. Wird dieser Zeitraum nicht durchgehalten, sind Altpolicen steuerpflichtig und die Assekuranz hält vom Ertrag 25 Prozent Kapitalertragsteuer ein. Wie hoch die Steuerlast tatsächlich ausfällt, wird anschließend im Steuerbescheid nachgerechnet. Die steuerpflichtige Kapitaleinnahme unterliegt bis 2008 der individuellen Progression und anschließend der Abgeltungsteuer.

Dabei muss der steuerpflichtige Ertrag gar nicht hoch ausfallen. Denn von den bis zur Kündigung bezahlten Beiträgen wurde ein Teil für die Verwaltungs- und Vertriebsausgaben des Unternehmens verwendet und ein weiterer Anteil zur Risikoabsicherung für den vorzeitigen Todesfall. Nur der verbleibende Sparanteil bildet das Deckungskapital der einzelnen Versicherung und ist steuerlich relevant. Denn diesem Deckungskapital wird der Garantiezins zugeschlagen. Diese rechnungsmäßigen Zinsen gehören zu den Einnahmen aus Kapitalvermögen, wenn es zur vorzeitigen Auszahlung kommt. Allerdings erzielen die Versicherungsunternehmen aus ihren Kapitalanlagen in der Regel einen höheren Ertrag. Der Mehrertrag wird als außerrechnungsmäßiger Zins bezeichnet und ist ebenfalls steuerpflichtig, wenn er bei der Kündigung ausgeschüttet wird. Dieser nach mathematischer Methode ermittelte Betrag wird versteuert, auch wenn der Rückkaufswert kaum die bis dahin geleiteten Prämien übersteigt. Bei diesen Altpolicen hält der Fiskus also auch dann die Hand auf, wenn wirtschaftlich ein hoher Schaden entstanden ist.

Soll hingegen trotz des hohen Verlustgeschäfts eine nach 2004 abgeschlossene Police vorzeitig zu Geld gemacht werden, gibt es zumindest ein wenig Hilfe vom Fiskus. Denn die Differenz aus den bis dahin gezahlten Prämien und der Rückzahlungssumme gilt als negative Kapitaleinnahme, die insoweit die Steuerlast auf das übrige Einkommen des Ex-Versicherten drückt.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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