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Archiv - Steuertipps 2007

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2007 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Schuldtilgung für Voreigentümer zählt als Werbungskosten...

Datum: 29.10.2007 | Rubrik: Mieteinkünfte
Muss der neue Hausbesitzer für Verbindlichkeiten des Verkäufers gerade stehen, kann er seine Zahlung wie das Gebäude über die Nutzungsdauer als Werbungskosten abschreiben. Dies hat aktuell der Bundesfinanzhof (BFH) entschieden (Az. IX R 56/06). Im Urteilsfall hatte ein Vater seinem Sohn ein Grundstück verkauft. Der Gläubiger des Vaters machte anschließend vor dem Landgericht seine noch verbliebenen Ansprüche geltend und erhielt rund 110.000 Euro zugesprochen. Die zahlte der Sohn und wollte sie von seinen Mieteinnahmen absetzen. Dies lehnte das Finanzamt ab, der BFH billigt nun den Ansatz von Werbungskosten.

Hintergrund für den Streit vor dem Landgericht ist eine wenig bekannte Vorschrift im Anfechtungsgesetz (AnfG). Nach § 3 Absatz 2 AnfG darf der Gläubiger einen vom Schuldner mit einer nahestehenden Person geschlossenen entgeltlichen Vertrag anfechten, wenn er sich hierdurch unmittelbar benachteiligt fühlt. Sinn dieser Regelung ist, dass sich Familien durch geschickte Vermögenstransfers nicht einfach ihrer Verbindlichkeiten entledigen können.

Die Aufwendungen eines Grundstückserwerbers, also im Urteilsfall des Sohnes, zur Befriedigung solcher Anfechtungsforderungen eines Gläubigers gehören zu den nachträglichen Anschaffungskosten für die erworbene Immobilie. Das bedeutet, dass die Zahlung zusammen mit dem Hauspreis über die Nutzungsdauer des Hauses von in der Regel 50 Jahren abgeschrieben werden kann.

Zu solchen nicht sofort in voller Höhe absetzbaren Anschaffungskosten gehören generell auch die Übernahme von Verbindlichkeiten des Veräußerers sowie auch bestehender dingliche Nutzungsrechte. Das gilt beispielsweise für im Rahmen des Geschäfts übernommene Erbbau- und Wohnrechte oder einen Vermächtnisnießbrauch. Solche Ablösezahlungen werden steuerlich genauso behandelt, als hätte sie der neue Hausbesitzer direkt als Kaufpreis an den Veräußerer bezahlt. Genau die gleiche Regel gilt auch für Forderungen nach dem Anfechtungsgesetz.

Muss für die Zahlung extra ein Kredit aufgenommen werden, zählen die Schuldzinsen ebenfalls zu den Werbungskosten. Die sind dann aber sofort in voller Höhe absetzbar.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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