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Archiv - Steuertipps 2006

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2006 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Gesetzliches Aus für nachträgliche Anerkennung...

Datum: 20.10.2006 | Rubrik: Spekulationssteuer
Bislang hatte die Finanzverwaltung als Argument gegen den nachträglichen Ansatz ehemaliger Börsenverluste immer vorgebracht, hierzu sei eine gesonderte Verlustfeststellung im Entstehungsjahr erforderlich. Dafür fehlt jedoch nach mehreren aktuellen Urteilen des Bundesfinanzhofs die entsprechende gesetzliche Vorschrift. Vielmehr hat das Finanzamt über die Verrechnung der ehemals roten Zahlen erst in dem Zeitraum zu entscheiden, in dem auch entsprechende Gewinne vorliegen (AZ. IX R 21/04, IX R 8/04). Haben Anleger also beispielsweise in den schlechten Börsenjahren 2000 bis 2003 Wertpapierverluste verbuchen müssen, so können sie diese in früheren Zeiten realisierten Minusbeträge auch heute noch geltend machen und selbst dann mit aktuell angefallenen Spekulationsgewinnen verrechnen, wenn die entstandenen Verluste damals in der Erklärung nicht angegeben worden sind. Eine Berücksichtigung erfolgt sogar dann noch in späteren Jahren, wenn der entsprechende Steuerbescheid schon bestandskräftig ist, in den die roten Zahlen einfließen sollen.

Die Auswirkungen der Urteile sollen nun über das Jahressteuergesetz 2007 korrigiert werden, indem die für Anleger günstige Sichtweise rückwirkend wieder gestrichen wird. Per Gesetz ist über das Minus immer nur im Entstehungsjahr zu entscheiden und nicht in dem Bescheid mit entsprechenden Gewinnen. Dabei kommt es sogar zu einer verfassungsmäßig zweifelhaften Rückwirkung. Denn das Urteil des Bundesfinanzhofs soll überhaupt nicht angewendet werden. Nach dem Vorhaben muss das Börsenminus stets im Jahr der Entstehung deklariert worden sein, um später berücksichtigt zu werden. Das soll für alle Zeiträume gelten, die noch nicht verjährt sind. Die ehemals roten Zahlen wirken sich also später nur aus, wenn sie in den entsprechenden Erklärungen angegeben worden sind. Ansonsten sind sie steuerlich auf Dauer verpufft.

Das bedeutet für Anleger aktuell: Sie dürfen mit der Angabe ihrer Verluste nicht bis zu dem Jahr warten, in dem auch tatsächlich Gewinne anfallen. Das Finanzamt stellt das Minus sofort amtlich fest und konserviert den Betrag für die spätere Verrechnung mit Spekulationsgewinnen. Dies gelingt aber nur, wenn die roten Zahlen auf der Anlage SO der Steuererklärung im Jahr der Realisierung deklariert werden.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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Di., 21. November 2017

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