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Archiv - Steuertipps 2006

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2006 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Abzug ist jetzt als nachträgliche Werbungskosten möglich...

Datum: 23.05.2006 | Rubrik: Schuldzinsen
Hausbesitzer, die ihre Immobilie nach der Vermietung verkaufen oder anschließend selbst bewohnen, können sich jetzt freuen. Denn die während der Mietzeit aufgenommenen Kredite wirken auch nach der Nutzungsänderung weiter. Dies hat die Finanzverwaltung per aktuellem Erlass verfügt. Das hat zur Folge, dass die hierauf anfallenden Schuldzinsen weiterhin als Werbungskosten abziehbar sind, auch wenn überhaupt keine steuerpflichtigen Einnahmen mehr anfallen. Das führt dann insgesamt zu negativen Mieteinkünften. Diese roten Zahlen können dann mit anderen Einkünften wie Lohn, Rente oder Firmengewinn verrechnet werden.

Hintergrund dieser für Steuerzahler erfreulichen Sichtweise des Fiskus sind Entscheidungen des Bundesfinanzhofs zu diesem Sachverhalt. Hierbei geht es um Kredite, die zur Finanzierung von größerem Erhaltungsaufwand, Sanierungsmaßnahmen oder Reparaturarbeiten aufgenommen werden. Wird das betroffene Gebäude zu dieser Zeit vermietet, sind Aufwendungen und Schuldzinsen als Werbungskosten abzugsfähig.

Wird die Immobilie aber anschließend verkauft, eigengenutzt oder steht der Grundbesitz dauerhaft leer, wollte die Finanzverwaltung den noch nicht getilgten Kredit nur noch begrenzt anerkennen. Dabei wurde die Restschuld dem Verkaufspreis gegenübergestellt. War der realisierte Erlös zumindest gleich hoch, konnten die anschließenden Schuldzinsen nicht mehr abgesetzt werden. Bei Eigennutzung wurde ein fiktiver Preis angesetzt, so als wäre die Immobilie zu diesem Zeitpunkt verkauft worden. Somit kam es, wenn überhaupt, nur zu einem minimalen Werbungskostenabzug, wenn die Restschuld über dem Veräußerungserlös lag.

Ab sofort müssen ehemalige Vermieter diesen Rechenschritt nicht mehr vornehmen. Ist der während der aufgenommene Kredit noch nicht getilgt, können die hieraus resultierenden Finanzierungskosten weiterhin abgezogen werden, und dies in voller Höhe. Dabei spielt keine Rolle, dass es auf Grund des Hausverkaufs oder der Eigennutzung nicht mehr zu steuerpflichtigen Einnahmen kommt. Denn es handelt sich hierbei um nachträgliche Werbungskosten, die weiterhin über die Anlage V deklariert werden können.

Diese günstige Sichtweise akzeptiert das Finanzamt in allen noch offenen Fällen. Wird beispielsweise über einen Einspruch noch um den Steuerbescheid für 2004 gestritten, kann die neue Rechtslage auch dort noch berücksichtigt werden. Gleiches gilt bei Bescheiden, die unter dem Vorbehalt der Nachprüfung stehen.

Schreiben des Bundesfinanzministeriums, Az. - IV C 3 - S 2211 - 11/06
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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Mi., 22. November 2017

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