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Archiv - Steuertipps 2006

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2006 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Schuldzinsen nicht immer voll absetzbar...

Datum: 22.09.2006 | Rubrik: Betriebsausgaben
Unternehmer, Freiberufler unabhängig von der Gewinnermittlungsart und Personengesellschaften wie OHG, KG oder GbR können keinen oder nur einen begrenzten Schuldzinsenabzug geltend machen, wenn sie höhere Privatentnahmen tätigen, als ihr Gewinn plus Einlagen ausmacht. Sofern dies der Fall ist, liegen so genannte Überentnahmen vor. Die haben zur Folge, dass betriebliche Schuldzinsen in Höhe von 6 Prozent der festgestellten Überentnahmen nicht absetzbar sind, soweit ein Freibetrag von 2.050 Euro überschritten wird. Um den Vollansatz der Finanzierungskosten beim Finanzamt zu retten, lohnen sich daher generell bis Silvester Gewinn erhöhende Maßnahmen oder Einlagen. Nicht betroffen von dieser ungünstigen Regelung sind Kredite zum Erwerb oder Bau von Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, also Maschinen, Gebäuden oder dem Fuhrpark. Daher ist es für Betriebe und Freiberufler ratsam, eher Anlagegüter fremd zu finanzieren und die vorhandenen Eigenmittel für laufende Ausgaben einzusetzen. Diese Maßnahme rettet oftmals vor dem beschränkten Schuldzinsenabzug, und dies langfristig.

Zur exakten Ermittlung der Überentnahmen ist vom steuerlich maßgebenden Gewinn auszugehen, Rückstellungen oder Abschreibungen dürfen nicht wieder hinzugerechnet werden. Von diesem Ertrag werden dann die getätigten Entnahmen abgezogen und Einlagen addiert. Ist dieser Saldo negativ, kommt es nunmehr mit sechs Prozent zum Nichtansatz der Finanzierungskosten, maximal natürlich der tatsächlich gebuchten Schuldzinsen. Sofern es in den Vorjahren üppige Gewinne oder Einlagen gab, ist dieses Ergebnis als so genannte Unterentnahme noch nutzbar. Denn Überentnehmen können vorgetragen werden, sodass sich kurzfristige Verlustjahre nicht unbedingt auf den Betriebsausgabenabzug auswirken müssen.

Dabei können Selbstständige jetzt auch noch eine ehemalige Gesetzeslücke nutzen. Der Bundesfinanzhof hatte nämlich jüngst entschieden, dass zur Ermittlung der nichtabziehbaren Schuldzinsen in den Jahren 1999 und 2000 Unterentnahmen aus den davor liegenden Zeiträumen berücksichtigt werden dürfen. Dies hatte das Finanzamt immer strikt abgelehnt. Doch nun hat das Bundesfinanzministerium ein Einsehen und beugt sich dem positiven Urteil. So dürfen in allen noch offenen Fällen für 1999 und 2000 noch ehemalige Unterentnahmen angesetzt werden. Da bei Unternehmen wegen anstehender Betriebsprüfungen die Bescheide oftmals unter dem Vorbehalt der Nachprüfung stehen, kann der verbesserte Schuldzinsenabzug noch nachgeholt werden.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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